Media Monday #144

media-monday-142Media Monday #144

Was, schon wieder Montag? Gestern war doch erst Sonntag… Nun, wie dem auch sei, bin ich heute einmal wieder mit von der Partie und gebe meinen Senf zur 144. Ausgabe des Media Monday ab! Wie immer präsentiert vom Medienjournal-Blog. Ich wünsche viel Spaß beim Abgleichen, hoffe das etwas interessantes dabei ist und freue mich auf die Antworten der anderen Teilnehmer.

1. Das Charisma von James Gandolfini wird mir immer in guter Erinnerung bleiben.

2. Nicholas Cage spielt auch in mehr Filmen mit, als gut für sie/ihn wäre, denn auch wenn man Geldsorgen hat, muss man nicht jedes Drehbuch annehmen.

3. Das schwächste Regiedebüt der letzten Zeit hatte leider Tim Fehlbaum mit „Hell“. Leider, weil der Film durchaus mutig ist für die deutsche Kinolandschaft und auch im Kern gute Anlagen besitzt, dem aber leider jedwede Individualität fehlt und wie ein reiner Abklatsch internationaler Genrekollegen wirkt.

4. Frank Schätzing hat (gelegentlich) wirklich einen Schreibstil zum Abgewöhnen, denn in seinen Büchern kommt der Herr einfach gerne mal ins Schwafeln. Hierdurch verzettelt sich Schätzing in belanglosen Kleinigkeiten, die vor allem die Seitenzahl ins beinahe Absurde treibt. Schade eigentlich, denn es sind auch immer wieder Kapitel die richtig knackig geschrieben sind und Spaß machen.

5. Die ödeste Serie der vergangenen Zeit dürfte „Caprica“ gewesen sein. Das ist zwar auch schon ein wenig her, aber im Vergleich zu „Battlestar Galactica“ war die Serie wirklich die reinste Dosis Valium.

6. Die nervigste Horrorfilm-Zutat ist der Satz: „Am besten ist es, wenn wir uns in möglichst kleine Gruppen aufteilen!“

7. Zuletzt begeistert hat mich die/der SchauspielerIn Daniel Brühl in „Rush“ , weil er einfach eine unglaublich lebensnahe Imitation von Niki Lauda abgegeben hat – Mimik, Körperhaltung, österreichischer Akzent. Sogar ähnlich sieht er ihm! Toll.

 

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16 Gedanken zu “Media Monday #144

  1. Aber sollte man gerade in Deutschland nicht zufrieden damit sein, wenn mal jemand etwas Mut an den Tag legt? Sich an internationalen Genrekollegen zu orientieren ist pauschal doch nichts schlechtes. Mir hat „Hell“ damals ziemlich gut gefallen, gerade weil er aus Deutschland kam und sich etwas getraut hat. Und schlecht gemacht war er ja auch nicht. Insofern zumindest ein klarer Unterschied zur Alltagsgrütze aus Deutschland.

    1. Also deine Frage kann ich definitv mit einem dicken Ja beantworten. Ich finde die Grundidee einen solchen Film in Deutschland entstehen zu lassen auch echt super. Der Film ist technisch auch sauber produziert, wobei mich einige Details etwas stören – aber Schwamm drüber, da kann ich drüber hinwegsehen.
      Es ist auch legitim sich an Genrekonventionen zu bedienen. Doch bei „Hell“ passiert leider überhaupt nichts unerwartetes, nicht originelles, wenn man 2-3 Filme aus dem Genre gesehen hat. Insofern wirkt der Film meiner Meinung nach dann wie ein Aufguss bereits bekannter Versatzstücke und hat mich ehrlich gesagt sehr gelangweilt. Letztlich kann man jetzt sagen: joar, wir hatten jetzt auch unseren Endzeit-Film. Aber für mich ist das noch kein Qualitätsmerkmal.
      Vielleicht war die Antwort auf die Frage ein wenig zu provokativ von mir. 😉 Aber mein Eindruck des Films passte ganz gut zu der Frage.

      1. Ahhh okay, so kann ich deine Meinung natürlich nachvollziehen 😀 so gut kenne ich mich in dem Genre nicht aus, als das es mich so sehr getroffen hätte wie dich. Außerdem fand ich den Stil ganz nett. Aber so gesehen kann ich dich voll und ganz verstehen.

      2. Mich hat es sehr getroffen! 😉 Nein, so schlimm war es nicht. Aber ich war schon ziemlich enttäuscht. Ich würde mir eigentlich wünschen, dass Deutschland mal andere Filme herausbringt als flache schweiger-schweighöfer’sche Komödien oder den sackschweren deutschen „Ich-habe-so-viele-große-Probleme“-Film. Aber soo bin ich denn auch nicht zu haben. 😉 Letztlich für einen Debut-Film aber schon ein vernünftiger Ansatz.

  2. 6. haha, genau. Das ist wirklich wirklich immer die falsche Entscheidung und sie tun es trotzdem immer wieder, als hätten die die sich in einer Horror-Situation befinden noch nie einen HorrorFilm gesehen. 😉

    Daniel Brühl in “Rush” ist wirklich perfekt!

  3. 6. och damit komm ich persönlich noch klar – wenn eine Person alleine dem grauen ausgesetzt ist, ist das viel erdrückender als wenn die da als Gruppen stehen – dieses Stillmittel macht häufig ja Sinn (wenn es gut eingebaut ist und der Film nicht sowieso schon total gestellt ist). Ich persönlich finde es viel schlimmer, wenn einem einfach alles immer erklärt wird, der Film gar keinen Freiraum mehr lässt zum Spekulieren und dann noch geglaubt wird, dass man sich gruselt. Am besten wird’s wenn’s noch ne total absurde Erklärung ist. Das Unbekannte und Spekulative, was aber so passieren KÖNNTE, ist das was Angst macht… uhuhuhu 😛

    1. Da hast natürlich recht. Wenn jemand alleine unterwegs ist und nicht den Schutz einer Gruppe genießt, hat das natürlich seinen ganz eigenen Reiz und passt auch gut in Filme.
      Was ich meinte ist eher ein plumpes Herbeiführen einer Vereinzelung einer Gruppe. Vor allem wenn es jedwedem Sinn widerspricht, sich in gewissen Gefahrensituationen zu trennen, wenn man in der Gruppe wesentlich sicherer wäre.
      Aber klar, in einem guten Horror-Film würde der Satz auch nicht fallen. 😉

  4. Ja, James Gandolfini fand ich auch stets sehr charismatisch.

    Übrigens muss ich mich in die Reihe der Leser einreihen, die „Hell“ doch recht gelungen (immerhin 7 Punkte) fanden. Aber ich fand ja auch „Caprica“ wirklich interessant, wenngleich ich es auch nie zu Ende gesehen habe.

    1. Ja, ich hatte schon die Tage bei dir in den Reviews gelinst, was „Hell“ so hergibt. 😉 Eigentlich würde ich den Film gerne mögen, aber die negativen Punkte, bzw. der negative Punkt, überwiegt dann doch deutlich, Naja, man kann ja nicht immer gleicher Meinung sein.

      Bei „Caprica“ sieht es da ja ähnlich aus. 😉 Da würde ich mich dann interessieren, warum du die Serie nicht zu Ende gesehen hast. Einfach im Sande verlaufen oder war es eine bewusste Entschediung?

      1. Irgendwann war die Pause zwischen den Episoden so groß, dass ich nicht mehr reingekommen bin. Die Ansätze (virtuelle Welten, digitale Kopien etc.) fand ich aber höchst spannend!

  5. Ich bin von Nicholas Cage sowieso nicht so wirklich begeistert, also stimme ich dir da auf jeden Fall zu. Ich versteh nicht, was alle an dem finden…

    1. Es findet noch jemand was an Nicholas Cage? 😉 Also ich finde ihn so als Typ ganz okay, aber als Schauspieler in Summe eine Katastrophe. Leider machen das seine Engagements nicht gerade besser. Es gibt ein paar Filme, in denen er mir einigermaßen gefallen hat, aber die sind zum einen schon lange her. Zum anderen lag es da aber auch an dem Film, bzw. Drehbuch als solchem.

      1. Scheinbar, sonst würde der ja nicht in so vielen Filmen auftauchen 😀 Aber ich weiß genau, was du meinst. Die wenigsten seiner Filme sind auch wirklich sehenswert…

  6. Huch, ist schon Donnerstag? Dabei wollte ich Deinen Beitrag doch schon am Montag kommentiert haben. 🙂

    Ach, James Gandolfini. Ich habe kürzlich endlich „Enough Said“ gesehen und bin ganz wehmütig geworden. Ein toller Film.

    Nicolas Cage ist ja mittlerweile fast ein Garant für allenfalls mittelmäßige Filme geworden.

    1. Die Zeit verfliegt. 😉 Aber irgendwie kommt der Montag gefühlt auch immer früher. Ohja, „Enough Said“ muss ich auch dringend nachholen. Ich denke mal, dass ich sicherlich mich auch den einen oder anderen „Hachja..“ von mir geben werde. Schade, schade. Schon traurig, dass er schon abtreten musste.

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